Elbisch
 

Vorwort

Die Phantasiewelt „Mittelerde“ (Herr der Ringe), die J.R.R. Tolkien erschuf, hat auch ihre eigenen Sprachen, wie das Elbisch.

Man unterscheidet hauptsächlich zwischen den Elbensprachen Quenya und Sindarin. Quenya oder Hochelbisch ist die Sprache, der nach Mittelerde zurückgekehrten Noldor, das kulturell regsamste Elbenvolk. Sindarin ist die Sprache der Sindar oder Grauelben, des zahlreichsten Elbenvolkes.

Sindarin entwickelte sich mehr als Sprechsprache,  Quenya hingegen entwickelte sich mehr als Schriftsprache. So entwickelten die Noldor auch das erste Schriftsystem, die Tengwar (=Schriftzeichen). Die Tengwar ist für das Sindarin, wie auch für das Quenya ähnlich. Sie unterscheiden sich im wesentlichen in der Grammatik und Kalligraphie der Tengwar.


Lust Euren Namen in elbisch zu kalligraphieren? Na denn!

Will man einen  Namen in elbisch kalligraphieren ist es empfehlenswert, dies mit der Sprache Quenya zu tun. Zu dieser Sprache gibt es die am besten formulierte Grammatik, sowie das größte Vokabular. Leider kann man eigentlich gar keinen Namen in Quenya schreiben, da dies völlig sinnlos wäre. Man muss statt dessen, seinen Namen nach seiner Bedeutung  und danach in die Sprache Quenya übersetzen. Jetzt erst ist es möglich, die Übersetzung mit der Tengwar zu kalligraphieren.

Beispiel Björn:

Leider lässt sich nicht jeder Name so leicht übersetzen und so wird es sehr schnell kompliziert. Wollt Ihr jedoch dennoch Euren Namen nach dieser Vorgehensweise übersetzen, empfehle ich Euch ein Selbststudium mit Hilfe der folgenden Werke.

• Über die Sprachen Ardas

• Quenya-Kurs von Thorsten Renk

Es geht aber auch einfacher, denn da Tolkiens Schriften authentisch auf dem Englischen basieren gibt es auch eine englische Tengwar. Und da es jede Menge Interessenten gibt, die sich mit Elbisch beschäftigen, gibt es sogar eine deutsche Tengwar.

Im Grunde reicht die englische Tengwar aus, doch wenn man seinen Namen authentisch
in deutsch schreiben möchte, muss man die deutsche Tengwar anwenden.

Beispiel Björn:


Inhalt

In den nachfolgenden Absätzen werde ich nun darauf eingehen, wie man einen Namen kalligraphieren kann ohne diesen zu Übersetzen. Die Beschreibung bezieht sich auf den Quenya-Kurs von Thorsten Renk.

Diese Seite habe ich im Jahr 2004 erstmalig online gestellt. Bei der Überarbeitung im Jahre 2011 musste ich feststellen, dass die Bezugsquellen die ich damals verwendet habe, um die deutsche und englische Tengwar zu beschreiben nicht mehr vorhanden sind.

Seit Euch somit im klaren, dass ich keine Gewährleistung auf die Korrektheit der folgenden Absätze liefern kann. Auch ist das Basiswissen von Tolkien nicht ganz überliefert und somit lückenhaft. Obwohl sehr viele fleißige und begeisterte Menschen versucht haben eine vernünftige Grammatik auf die Beine zu stellen, bleibt alles es nun mal Phantasie. Der folgende Link wird recht oft und gut aktualisiert, dort befinden sich auch weitere Links zur Elbensprache.

• http://de.wikipedia.org/wiki/Tengwar#Tengwar

Verzeichnis

Tengwar
Doppelte Konsonanten
Tengwar für "Y"
Tengwar für "Q"
Tengwar für "S" und "Z"
Tengwar für "R"
Alternative "S"-Kalligraphie
Ergänzungsalphabet
Zahlen
Bemerkung


Tengwar

Damit Ihr die Tengwar mit einem Textverarbeitungsprogramm schreiben könnt, benötigt Ihr natürlich die passende Schriftart. Ich verwende hier die beiden Schriftarten „tngani“ (Tengwar Annatar Italic) für die Schrift und „tnganai“ (Tengwar Annatar Alt Italic) für spezielle Zeichen. Es gibt eine Vielzahl von Schriftarten, die Ihr Euch auf der folgenden Seite ansehen und downloaden könnt.

• Information und Autor der Tengwar Type Family

• Direkter Download Tengwar Annatar 1.20 (ZIP-Ordner)

Für diejenigen, die sich mit LaTeX auskennen, auch hierfür gibt es auf CTAN freie Schriftpakete.

In dem obigen ZIP-Ordner befindet sich auch eine *pdf-Datei. Diese beschreibt die Code-Belegung für die Eingabe auf der Tastatur. Um Euch diesen Kampf zu ersparen, hab ich Euch drei Listen bereitgestellt. Einmal für die deutsche Tengwar, die englische Tengwar und natürlich auch für das Quenya.

 

Das Alphabet der englischen Tengwar

 

Das Alphabet der deutschen Tengwar

 

So das war mal der Überblick zur Tengwar, nun gibt es noch verschiedene Regeln zu beachten, die nachfolgend erläutert werden.

Verzeichnis


Vokale

Die Tengwar  wird in drei Ebenen kalligraphiert, entweder über ein Schriftzeichen oder darunter, je nachdem welche Regel angewendet wird. Wobei die Vokalschreibweise die häufigste ist.

Vokale werden Tehta genannt und immer über den links stehenden Konsonanten platziert, so dass man von unten nach oben lesen muss. Manchmal ist es notwendig eine Theta auf einem Träger zu kalligraphieren. (Nur keine Angst, Beispiele folgen)

Die Tehta mit Träger

Zur Veranschaulichung dieser Schreibweise folgt ein Beispiel. Die farbige Zeile ist die mittlere Ebene (gelb = Englisch und später, blau = Deutsch).

Beginnt ein Wort mit einem Vokal, so werden die Tehta auf den Vokalträger gesetzt.

Aus kalligraphischen Gründen, also nach Eurem befinden, kann man aber die Tehta auch innerhalb einer Konsonantengruppe auf einen Vokalträger setzen.

Die Verdoppelung der Vokale bedeutet ein gedehntes sprechen des Lautes. Man verwendet hier einen verlängerten Vokalträger um die Länge des Lautes darzustellen. Alternativ für den langen Vokalträger kann man für A, E, O, U auch eine Doppeltehta verwenden.

Verzeichnis


Doppelte Konsonanten

Die Verdopplung der Konsonanten erfolgt durch einen waagerechten Strich unterhalb der Konsonanten.

 

Achtung: Der Doppelkonsonant SS hat im Deutschen seine eigene Tengwar.

Verzeichnis


Tengwar für "Y"

Steht "Y" am Anfang eines Wortes, so wird "Y", mit zwei Punkten unter diesem dargestellt.

Steht ein Konsonant vor "Y", so werden zwei Punkte unter den vorhergehenden Konsonanten gesetzt. (Unten aus kalligraphischen Gründen in die Tengwar gesetzt, ist erlaubt)

Anmerkung: Im Deutschen gibt es kein "Y", weil es keine germanischen Wörter mit "Y"
gibt. Der Lautenwert ist [J] oder [IEH].

Verzeichnis


Tengwar für "Q"

Im Deutschen gibt es kein "Q", weil es keine germanischen Wörter mit "Q" gibt. Der Lautenwert ist [KV] oder [KU:].

Verzeichnis


Tengwar für "S" und "Z"

Es gibt zwei jeweils unterschiedliche Tengwarzeichen für "S" und "Z". "S" bzw. "Z" vor einem Vokal und "S" bzw. "Z" vor einem Konsonanten.
Eine Besonderheit für das Deutsche, hier gibt es eine eigene Tengwar für "SS",
ansonsten gilt die Regel der doppelten Konsonanten.

Verzeichnis


Tengwar für "R"

Auch für den Konsonanten "R" gibt es zwei verschiedene Tengwar. Zwischen den beiden "R" gibt es einen Aussprachunterschied. Ein schwaches "R", es kommt in einer Konsonantengruppe sowie am Ende eines Wortes vor.

Und ein starkes "R", es kommt am Anfang eines Wortes und zwischen zwei Vokalen vor. 

 

Verzeichnis


Alternative "S"- Kalligraphie

Folgt ein "S" auf einen Konsonanten, so kann dieses "S" als kleiner Haken an den vorangegangenen Konsonanten dargestellt werden.

 

Verzeichnis


Ergänzungsalphabet

Es gibt im Deutschen wie im Englischen eine Reihe von Doppelbuchstaben, die noch
zu beachten sind. 

Englisches Ergänzungsalphabet 

 

Deutsches Ergänzungsalphabet 

 

 

Verzeichnis


Zahlen

Zahlentengwar 

 

Um auch diese Zeichen schneller schreiben zu können, habe ich eine Tabelle für die Zahlentengwar bereitgestellt.

Zahlen werden im Elbischen mit den Einern zuerst begonnen zu schreiben.
Beispiel: 1979 = 9791.

Im Quenya- Modus wird das Duodezimalsystem angewendet. Zur Unterscheidung zum Dezimalsystem werden Punkte unter die Tengwar gesetzt.

 

Umwandlung von Dezimal in Duodezimal 

Nun das Ergebnis von unten nach oben ablesen, ergibt:

1991 (Dezimal) = 119E (Duodezimal) 

Zum Vergleich der beiden Systeme nachfolgend eine Tabelle. 

 

Verzeichnis


Bemerkung 

Bei der Eingabe bestimmter Tengwar mit bestimmter Tehta können Probleme auftauchen. Wenn Ihr zum Beispiel ein Code eingegeben habt, Ihr Euch sicher seit, dass Ihr den richtigen Code eingegeben habt und Ihr trotzdem ein Anderes Zeichen erhält,
einfach nach der Eingabe unter "Menü"/ "Bearbeiten" einmal auf "Rückgängig Eingabe" (oder "strg+z") klicken und alles wird gut. Falls eine Tehta (oder andere Zeichen) nicht genau nach Euren Wünschen über bzw. unter einem Konsonanten steht, gibt es Alternativ-Cods. Diese Cods befinden sich in der *pdf-Datei die im Abschnitt Tengwar erwähnt wurde. (Probleme nur bei Wortprozessoren, wie z.Bsp. MS-WORD)

Nun, das war mal ein kleiner Auszug um einen Namen und ein Geburtsjahr mit englischer und deutscher Tengwar zu kalligraphieren.

Mein Basiswissen habe ich mir im wesentlichen mit den beiden folgenden Quellen erarbeitet.

• Über die Sprachen Ardas

• Quenya-Kurs von Thorsten Renk

So, nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Kalligraphieren...... und wenn Ihr Fragen habt oder Jemand einen Fehler entdeckt, dann schreibt mir doch bitte.

Verzeichnis

 

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